Seit 2007 hat sich die re:publica von einem Blogger-Treffen zu einem der wichtigsten Festivals der digitalen Gesellschaft entwickelt. 2013 kamen über 6.000 Gäste nach Berlin.
Die Konferenz hat sich ihren offenen Charakter bewahrt. Sie bewegt sich zwischen Business und Szene – mit relevanten Themen, starken Kontakten und wenig Konferenz-Floskeln.
Wir haben zwei gestalterische Ebenen definiert: Eine klare, selbstbewusste Typografie für den Business-Kontext. Und eine expressive Illustrationsebene, die Komplexität und Dynamik der digitalen Kultur aufgreift.
Beide Ebenen wurden bewusst nebeneinandergestellt – als kontrolliertes Spannungsfeld zwischen Struktur und Experiment.
Zur siebten Ausgabe wurden wir mit 10hoch16 beauftragt, das Design zum Motto „Inside/Out“ zu entwickeln und umzusetzen. Ziel war es, die Spannung zwischen Konferenz und Festival sichtbar zu machen – und sowohl hochrangige Gäste als auch die digitale Szene abzuholen.
Die re:publica fand in der Station Berlin statt – ein großes Gelände mit begrenztem Budget. Klassischer Messebau kam nicht infrage. Wir entwickelten daher ein modulares System aus Pappkisten: leicht, stabil, kosteneffizient.
Das System ermöglichte Bühnen, Stände, Sitzbereiche und Leitsysteme. Gemeinsam mit rund 200 Helfern verbauten wir in zwei Tagen über 9.000 Kisten – brandsicher, tragfähig, flexibel einsetzbar und vollständig recyclebar.